Wie man als Geschäftsführer früher in den Feierabend kommt

Neulich sagte mein Kunde Mike zu mir:


„Boah, Udo, guck dir meinen Schreibtisch an. Ich habe hier so viel liegen,
vor sieben komme ich wieder nicht raus.“

Ich: „Und was machst du jetzt damit?“

Mike: „Naja, ranklotzen. Selbstständig bedeutet doch selbst ständig arbeiten!“

Ich: „Was müsstest du tun, damit du auch mal um fünf zu deiner Familie kommst?“

Mike: „Nicht dein Ernst, so viele Leute kann ich gar nicht einstellen.“

Ich: „Komisch … Du bezahlst jeden Monat 22 Mitarbeiter und machst trotzdem alles selbst!?
Sag, was von dem, was hier liegt, ist eigentlich fertig, sodass du nur noch eine Entscheidung treffen musst?“

Mike: „Naja, vielleicht die Hälfte …“

Stapelbildung nach Eisenhower-Matrix

Wir sortierten in zwei Stapel:

➡️ Stapel 1: Aufgaben, die fertig bearbeitet waren und nur noch freigegeben werden mussten.

➡️ Stapel 2: Aufgaben, die inhaltlich wirklich nachbearbeitet werden mussten.

Alles aus Stapel 2 ging mit klarer, inhaltlicher und zeitlicher Erwartung zurück an die Mitarbeiter. Stapel 1 haben wir gemäß der Eisenhower-Matrix priorisiert:
➡️ Wichtig + Dringend → kurzfristig selbst erledigt
➡️ Wichtig + Nicht dringend → auf einen passenden Termin gelegt
➡️ Unwichtig + Dringend → delegiert
➡️ Unwichtig + Nicht dringend → in den Papierkorb

Gegen 17:15 klingelte mein Handy. Mike war dran:
„Hey Udo, ich fahre jetzt zum Golfplatz. Bleibt ja schon länger hell. Eine schnelle 9-Loch-Runde geht noch. Danke für den Tipp – und beim nächsten Mal gehst du mit!“

Fazit und konkrete Tipps

➡️ Aufgaben, für deren Erledigung du Mitarbeiter hast, sollten auch von diesen erledigt werden.
➡️ Nutze die Eisenhower-Matrix, um deinen Tag zu strukturieren und Engpässe sichtbar zu machen.
➡️ Alles, was nicht länger als zwei Minuten dauert, wird sofort erledigt.

Spruch der Woche:
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ – Erich Kästner

Buchtipp:
Getting Things Done von David Allen
(bitte nur im Original – die Übersetzung ist meiner Meinung nach furchtbar)

HALLO, ICH BIN
Udo - Udo Zefferer

Nach dem Studium in Köln war ich zunächst für 4 Jahre in die Beratung. Da bot sich mir die Chance der Promotion.

Weil ich schon immer ein Mensch der Praxis war, habe ich mich allerdings dagegen entschieden und so wechselte ich die Spur in den Vertrieb. Gut 20 Jahre war ich bei Kunden, auf Flughäfen und Autobahnen zuhause. Vom veritablen Mittelstand bis zum DAX Konzern war alles dabei. Von der regionalen bis zur globalen Verantwortung von persönlichen Vertriebsverantwortung bis zur Verantwortung für den Gesamtvertrieb mit großem Team und Profit an Loss Verantwortung.

Neben den Jahren im Vertrieb hatte ich die Chance einige Jahre für ein großen, international aufgestelltes Beratungshaus zu arbeiten. Das Thema Strategieentwicklung konnte ich in dieser Rolle nochmals deutlich vertiefen.

Heute arbeite ich gute vernetzt mit Klienten in der DACH Region und schreibe regelmässig zu Themen aus Strategie, Vertrieb und Führung im Mittelstand.

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Viel Grüße und gute Geschäfte

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